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{ ROM - PART 1 }

Donnerstag, 30. Juni 2016 | / |
Ciao belli,

mein Städtetrip nach Rom liegt nun schon wieder eine Woche zurück und noch immer sehne ich mich danach, wieder zurückzukehren. Es war mein erster Urlaub in Italien und jeder der mich gut kennt weiß, das Rom immer schon eines meiner Lieblingsziele waren, weshalb ich mir mit diesem Urlaub einen kleinen Traum erfüllen konnte.  Wir haben in vier Tagen so viel gesehen und erlebt und es war einfach wundervoll. Ganz eindeutig ist Rom die architektonisch schönste Stadt die ich bisher besucht habe.
Ich werde meinen Reisebericht in zwei Beiträge aufteilen, um euch nicht mit zu vielen Fotos zu überschütten. Tag 1&2 (Sehenswürdigkeiten) und Tag 3&4 (Vatikan & Stadtbummel).

Tag 1

Mit einer etwas wackligen Landung kamen wir ohne Schwierigkeiten oder Verspätung am Mittag in Rom-Ciampino an. Von der Hitze erschlagen, durstig und hungrig, lockte uns das Schild zur goldenen Möwe (Mcs) am Hauptbahnhof Termini direkt zu sich, doch vorsicht. Unter einem Chickenburger verstehen die Italiener nur einen Burger mit einem Stück Fleisch und etwas Olivenöl drauf, was auch nicht wirklich dabei hilft das trockene Ding runterzubekommen.
So ging es immer noch hungrig weiter zum Hotel. Schnell bemerkten wir die super Lage. In nur 15 Minuten konnten wir zu Fuß zur Piazza del Popolo gehen, oder, wenn unsere Füße von dem Kopfsteinpflaster zu sehr schmerzten, auch einfach wenige Minuten mit der Straßenbahn fahren.
Daher ging es direkt einmal zur Piazza del Popolo an der schon die vielen Rosenverkäufer auf ihre Beute warteten und jedem etwas andrehte, der nicht schnell genug weglief. Uns eingeschlossen.
Eine große Kirche thronte an der gegenüberliegenden Seite und erst dachten wir, es handle sich um die Santa Maria del Popolo Kirche, doch falsch gedacht. Diese ist nämlich gleich am Anfang links vom Tor und recht unscheinbar. Zumindest von außen. Von Innen ist sie wirklich sehr schön und bald hatte sich auch das - aus den Illuminati Filmen bekannte - Dämonenloch gefunden. 

Übrigens haben die Römer eine wunderschöne Art der Straßennamenbeschilderung.


Da es mittlerweile bereits Nachmittag war, erkundeten wir in aller Ruhe den direkt neben der Piazza del Popolo gelegenen Villa Borghese Park, der einfach riesig ist und viele Möglichkeiten für Aktivitäten (Fahrrad/Go-Kart/Rudern), Museumsbesuche (Villa Borghese/Museum der modernen Kunst/Globe Theater) und Spaziergänge bietet. Sogar eine Goethe Statue ist vorhanden.


Tempel der Minerva

Goethe Statue
Den Spaziergang rundeten wir mit einem letzten Stopp auf dem Pincio Hügel ab, von dem man einen grandiosen Stadtblick hat und bereits die ersten hochgewachsenen Sehenswürdigkeiten wie den Petersdom sehen kann. 

Ausblick vom Pincio Hügel
Nach einem gemütlichen Nachmittag, endete unser Tag in einer Pizzeria zwischen der Piazza del Popolo und unserem Hotel, wo es an einem „un tavolo per due“ (einen Tisch für zwei) wunderbar leckere italienische Bruschetta Pomodore und Pizza gab, deren Teig wirklich Hauch dünn war und die noch traditionell mit Mozzarella überbacken wurden, anstelle des für Deutschland typischen Goudas.


Tag 2

Am nächsten Tag stand die große Stadtbesichtigung an. Die Route die ich über Tage hinweg zusammengestellt hatte, konnte endlich zum Einsatz kommen.
Am Morgen ging es direkt zum Kolosseum, von dessen großen Erscheinungsbild man gleich erschlagen wird, wenn man die Metro verlässt. 


Es hatte sich bereits eine riesige Schlange am Eingang gebildet, weshalb wir sehr froh darüber waren, dass wir den komplett freien Zugang mit dem Roma Pass nehmen konnten, ohne anzustehen. Den Roma Pass hatten wir am Vortag direkt in einer Touristeninformation am Termini gekauft (die Verkäuferin konnte sogar Deutsch). Er ist für 48 Stunden gültig (es gibt ihn auch für 3 Tage aber den brauchten wir nicht) und kostet 28€. Damit bekommen man freien Eintritt in die Sehenswürdigkeit, ermäßigten Eintritt in die darauffolgenden Sehenswürdigkeiten oder Museen und kann zusätzlich dazu noch jede Schlange und Wartezeit überspringen und kostenfrei mit Bus, Straßenbahn & Metro fahren. Ich kann jedem, der einige Tage dort verbringt diesen Pass ans Herz legen, da er nicht nur Geld, sondern auch mehrere Stunden anstehen erspart. Lediglich für den Vatikan ist er nicht gültig. Weiteres dazu aber im nächsten Post.
Im Kolosseum kann man sich frei auf mehreren Ebenen bewegen, sofern es die Menschenmenge zulässt und sich des tollen Anblicks erfreuen. 

Außerdem beinhaltet der Eintritt auch die Besichtigung des Forum Romanum und des Palatin Hügels. Man könnte einen gesamten Tag in diesem riesigen Komplex verbringen, weshalb wir, wenn auch eher versehentlich, nur zum Palatin hinauf sind (direkt am Anfang nach dem Eingang links die Treppe hoch, dort gibt es auch noch weitere Ruinen etc.), von wo aus man einen sagenhaften Blick über das Forum Romanum hat, wodurch man seine Tour durch Rom weiterführen kann, ohne noch weitere Stunden damit zu verbringen, durch das Forum Romanum zu laufen. Den besten Blick hat man sowieso von oben. 

Außerdem fing es genau beim Verlassen des Geländes an zu regnen, weshalb wir uns unter einen Baum (die einzige Unterstellmöglichkeit) flüchten mussten und schließlich einem der herumlaufenden Regenschirmverkäufern, einen Regenschirm abkauften, damit wir es zumindest halbwegs trocken ins nächste nicht bereits überfüllte Restaurant schaffen konnten.
Nachdem wir mit der Metro zum Trevi Brunnen gefahren waren und uns dort in eine Pizzeria geflüchtet hatten, bis der Regen etwa zwei Stunden später aufhörte, musste ich die Route überdenken. Eigentlich sollte der Trevi Brunnen unser letztes Ziel sein, da wir vom Kolosseum hochwandern wollten. Aber so drehten wir die Route einfach um und obwohl wir einige Zeit verloren hatten, schafften wir es zum absolut überfüllten Trevi Brunnen, der Piazza Colonna, der Sant’Ignazio Kirche die eine wunderschöne Deckenmalerei hat die ich euch allen empfehlen kann, ABER ihr dürft die Kirche nur betreten wenn Schultern und Knie bedeckt sind. Mit meiner kurzen Hose kam ich also leider lediglich nur zum Eingang und schoss schnell ein Bild, bevor ich wieder verschwand.
Trevi Brunnen


Sant Ignazio
 Dann ging es weiter zum Pantheon, der Piazza Navona mit dem berühmten Vierströmebrunnen, dem Campo de Fiori, den Largo di Torre Argentina (eine kleine Ruine inmitten der Stadt) und schließlich zur Piazza Venezia mit dem Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II.

Pantheon Außenansicht
Pantheon Aufblick zur Kuppel mit dem Okulus. Dort befindet sich keine Glasscheibe oder sonstiger Verschluss des Loches, da die Architektur sonst in der Mitte zu schwer werden würde und einbrechen würde. (Daher sind geschlossene Kuppeln immer ovalförmig und nicht kugelrund)
Statue im Pantheon
Das Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II strahlt mit seiner weißen Farbe aus der Stadt hervor und ist einfach riesig groß. (Es wird auch Schreibmaschine genannt)

In der Nähe des Pantheons gibt es übrigens eine super tolle Eisdiele die gleich 150 verschiedene Eissorten (Gelatio) anbietet und nur zu empfehlen ist. (Della Palma)

Die Route war trotz der verlorenen Zeit durch den Regenfall gemütlich abzulaufen, auch wenn ich am Abend nicht mehr einen Schritt gehen konnte. Der Asphalt dort ist nicht zu unterschätzen und bietet zudem sehr viele Stolperfallen. 

Kommentare:

  1. Das ist ein echt richtig schöner Bericht geworden! Da wird man selbst ganz wehmütig :D

    Ich war 2008 im Rahmen meines Lateinkurses in Rom und habe nur die besten Erinnerungen an die Fahrt. Man hat das Gefühl, in jedem Winkel irgendetwas geschichtsträchtiges zu sehen und allgemein hat die Stadt eine ganz eigene Atmosphäre, die ich total gern mochte.

    Aber mit dem Kopfsteinpflaster hast du echt recht, das nervt irgendwann wirklich. Der Verkehr ist auch nicht so ohne. Uns sind einige Male Taxis über die Füße gefahren - veni, vidi, vici quasi :D

    Freue mich schon auf Teil 2!

    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Hallo Sarah,

      vielen lieben Dank. Unsere Lateinlehrerin hat uns damals auch versprochen, am Ende mit uns nach Rom zu fliegen. Seither wollte ich unbedingt dorthin, aber unsere Lehrerin hat vorher noch die Schule verlassen und die neue Lehrerin wollte nicht dort hin -.-
      Also ich bin mit Ballerinas durch die Stadt gelaufen und meine Füße und Knöchel haben so unfassbar geschmerzt xD

      Ich finde die Stadt ist einfach so schön und jede Ecke ist so interessant. Das was hier bei uns in Deutschland als verottet und kaputt gelten würde, hat da einfach noch Stil und sieht toll aus, weil es auch irgendwie alles eine Geschichte erzählt. Es ist echt wunderbar.

      Der Verkehr...der war absolut katastrophal. Sowas wie da habe ich noch nie erlebt. Dazu schreibe ich in Teil 2 auch noch was :D

      Liebe Grüße,
      Alex

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    2. Alex` schlechtere Hälfte^^1. Juli 2016 um 00:01

      Ich hatte festes Schuhwerk an und meine Füße konnte man hinterher abschrauben und weghauen so taten die weh, aber das war es wert :-)

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