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{ DIDIER VAN CAUWELAERT - JULES }

Montag, 21. November 2016 | |

Zibal de Frèges ist ein genialer Wissenschaftler, dem die Scheidung den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Im Alter von 42 Jahren muss er deshalb am Pariser Flughafen Gebäck verkaufen. Eines Tages kommt Alice, eine schöne, blinde Frau, mit ihrem Hund Jules zu seinem Stand, um Macarons für sich und ihren Hund zu kaufen. Zibal verliebt sich Hals über Kopf in sie und will sie unbedingt wiedersehen. Er weiß allerdings nicht mehr von ihr, als dass sie nach Nizza fliegt. Dort hat sie eine Augenoperation – die gelingt. Was für sie ein großes Glück ist, macht ihren Hund depressiv, weil er nun nutzlos ist. Also gibt Alice ihn schweren Herzens weg. Doch Jules reißt aus und sucht bei Zibal Zuflucht. Das kostet Zibal Job und Wohnung. Mann und Hund sind abgebrannt und nun nur noch von einem Ziel getrieben: die junge Frau zu finden, die ihnen beiden das Herz gebrochen hat …
© Klappentext & Cover:  C.Bertelsmann



Titel: Jules
Erschienen: April 2016
Genre: Romantik
Format: Paperback
Verlag: C.Bertelsmann
Seiten: 224
Zielgruppe (eigene Meinung): (Junge) Erwachsene zwischen 20-50 Jahre

Rezension

Als die Handlungsstränge der Charaktere sich gegen Ende überschneiden, wirken einige Situationen recht sonderbar auf mich, weshalb die Geschichte gegen Ende eher etwas subtil und schwach wirkt. Die Leichtigkeit ging da verloren.

Der Schreibstil des französischen Autors Didier van Cauwelaert war sehr angenehm zu lesen und hatte etwas locker Leichtes, weshalb mir das Lesen sehr viel Spaß bereitet hat.

Die Geschichte hat mir ebenfalls gut gefallen und war sehr herzlich und einfühlsam geschrieben. So wächst einem der Blindenhund Jules direkt ans Herz und man schmunzelt bei den humorvoll geprägten Situationen zwischen Jules und ihrem neu gefundenen „Herrschen“ Zibal, dessen Leben ganz schön auf den Kopf gestellt wird.

Auch ein weiterer Charakter, den wir im Laufe des Buches am Strand kennenlernen bringt nochmal ein paar tolle Ansätze mit in die Geschichte und hat großen Einfluss auf den Hauptprotagonisten Zibal, dessen Leben leider nicht mehr ganz so toll verläuft und der schon ein wenig vom Pech verfolgt scheint.

Die Informationen über Blindenhunde sind sehr schön recherchiert und so lernt man schnell dazu, wie ein Blindenhund sich eigentlich fühlt, wenn er nicht mehr gebraucht wird und das es eine viel größere Katastrophe für ihn sein kann, als man sich vielleicht denkt.

Das Buch stellt einmal nicht nur die Beziehung zweier Menschen zueinander in den Vordergrund, sondern auch die Beziehung vom Menschen zum Tier, die nicht unbedingt weniger intensiv sein muss.


Eine erfrischend romantische Geschichte, mit einem Hauch von Humor und einer gewissen Leichtigkeit.
Ein geeignetes Buch für zwischendurch, dass wohl gut in die Zielgruppe 20-50 Jährige Frauen passt. Auch für Tierfreunde eine sehr schöne Empfehlung.   




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Kommentare:

  1. Schade, dass das Buch gerade gegen Ende ein bisschen schwach wird. Gerade das ist bei einem Buch ja immer wichtig und kann einem schon ein bisschen den Gesamteindruck vermiesen. ;)

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    1. Da gebe ich dir Recht. Es hat mich auch etwas enttäuscht, dass es am Ende doch so schwach war, aber bis dahin war es wirklich sehr schön.

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