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{ CARLOS RUIZ ZAFÓN - DER SCHATTEN DES WINDES }

Freitag, 22. Januar 2016 | |
An einem dunstigen Sommermorgen des Jahres 1945 wird der junge Daniel Sempere von seinem Vater an einen geheimnisvollen Ort in Barcelona geführt – den Friedhof der Vergessenen Bücher. Dort entdeckt Daniel den Roman eines verschollenen Autors für sich, er heißt ›Der Schatten des Windes‹, und er wird sein Leben verändern …











Erschienen: August 2005
Verlag: Suhrkamp
Seiten: 565 Seiten (Taschenbuch)
Sprache: Deutsch

Rezension
 

 

Der Schatten des Windes ist der perfekte Roman, um sich vom Tag zu entspannen und in eine andere Welt zu flüchten. Carlos Ruiz Zafons Schreibstil ist so dicht und grandios. Man hängt gebannt an jedem Wort, wie bei einem Erzähler, denn man über Stunden hinweg zuhören könnte. Carlos Ruiz Zafon zählt eindeutig zu einem der wortgewandetsten Autoren, die ich kenne. Dennoch schreibt er in einer recht anspruchsvollen Sprache, die sich nicht allzu schnell liest, wie die Texte von manch anderen Autoren. Das mag auch an den vielen spanischen langen Namen und Straßennamen liegen, die immer wieder für etwas Verwirrung sorgen, wenn einem nicht direkt bewusst wird, wem dieser lange Name noch mal gehörte.

Die Geschichte hat ein wenig gebraucht, um in Gang zu kommen, was jedoch nicht stört, wenn man sich sowieso schon in den Schreibstil verliebt hat. Das Buch lebt nicht von seiner Spannung, sondern von einem Hauch von Neugierde und einem tollen Schreibstil. Das letzte Drillen und vor allem auch das Ende, waren besonders gelungen.

Auch die Charaktere sind sehr lebendig und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und fühlt mit ihnen mit, wenn auch Bea mir etwas zu schnell eingeführt wurde.

Lediglich das Cover finde ich überhaupt nicht ansprechend. Hätte man mir das Buch nicht empfohlen und ich den Autor nicht bereits gekannt, wäre es mir in einer Buchhandlung nicht positiv ins Auge gefallen.




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