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{ RESET }

Freitag, 29. Juli 2016 | |
Jeder der sich schon länger mit einem Romanprojekt befasst hat kennt es vielleicht. Dieser Moment, wo es einfach nicht mehr richtig weitergeht und einem erst auch gar nicht bewusst ist, woran es liegt. Kann man sein Niveau nicht aufrechterhalten? Ist der Schreibstil zu schlecht? Die Story zu lahm? Sobald man an diesem Punkt angekommen ist folgt der Gedanke, einfach aufzugeben und das Projekt in die Tonne zu drücken. Aber das kann doch nicht der richtige Weg sein, oder?


Ich kam schon oft an diesem Punkt an und leider habe ich es nie über diesen Punkt hinausgeschafft und den schnellen einfachen Weg genutzt und aufgegeben. Bei „Ein Hauch von Vergangenheit“ möchte ich aber einfach nicht aufgeben. Ich möchte das Projekt fertigstellen, selbst wenn ich dafür länger brauche oder herausfinden muss, woran mein eigentliches Problem liegt. Und nachdem es seit gut zwei Monaten mit dem Schreiben nicht mehr so richtig klappt, scheine ich auch das Problem gefunden zu haben.
     Es liegt an dem bisherigen Aufbau der Story, mit dem ich einfach noch nicht 100% zufrieden bin und auch die Charaktere sind mir noch etwas zu flach. Daher habe ich beschlossen die Geschichte nochmal etwas umzustellen und einen sehr wichtigen Hauptpunkt abzuändern.
     Leicht ist dieser Schritt nie, vor allem wenn man sich dann damit beschäftigen muss, das bisherige Geschriebene zu überarbeiten und neu anzupassen. Ich habe auch etwas Angst davor, einen so wichtigen Punkt zu ändern, aber ich glaube, dass es der gesamten Story gut tun wird und hoffe, dass, sobald ich die Überarbeitung und Neuplanung hinter mich gebracht habe, wieder besser vorankomme.
     Wir denken schnell, dass eine zu starke Veränderung nichts Gutes bewirken kann, aber das stimmt nicht. Es ist wie im wahren Leben, wo man sich vielleicht seine Zukunft schon ausgemalt hat und doch irgendwann an einem Punkt ankommt, an dem man unglücklich ist und einfach seine sieben Sachen packt und ins Land zieht, um etwas neues zu erleben und die Zukunft neu zu formen. Aber bevor wir uns dazu bereit erklären und die Fäden neu spinnen stehen wir am Rand der Klippe und wissen nicht was wir tun sollen. Springen und etwas Neues wagen oder wieder umkehren und so weitermachen wie es bisher ist.

Habt ihr damit schon eigene Erfahrungen gemacht? Kennt ihr die Angst davor, eine große Veränderung durchzuführen? Wie ging es euch danach?

xoxo
Alex

Kommentare:

  1. Danke für deinen ehrlichen Post, bzw. deine Momentaufnahme.
    Ich denke mit solchen Situationen ist es wie beim Sport: Man lernt dazu, wenn man einen Situp mehr schafft oder den einen Kilometer mehr zurücklegt. Weil man merkt, dass man es schafft und stärker ist, als man denkt.
    Ich glaube, so ist es in dieser Situation auch. Es gehört eine Menge Mut und Überwindung dazu, so einen Schritt zu wagen und ich wünsche dir dabei ganz viel Erfolg!
    Mir erging es mit mienem aktuellen Projekt ähnlich - ich hatte mich so in die Ecke geschrieben, dass ich irgendwann das Handtuch geworfen habe. Letztendlich kehrte ich aber doch zurück und mittlerweile bin ich froh drum. Denn daraus habe ich eine Menge gelernt. Nicht nur über das Handwerk des Schreibens, sondern auch über mich. Es war eine recht schmerzhafte und schwierige Erfahrung, aber eine, die mich sehr geprägt hat. Sonst wäre ich nicht an dem Punkt, wo ich jetzt bin und darauf bin ich schon ein wenig stolz.
    Lass dich nicht unterkriegen! <3

    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Liebe Sarah,

      vielen lieben Dank für dein aufmunterndes Feedback, aufgeben möchte ich jetzt auf keinen Fall mehr und ich hoffe einfach, dass es nach dieser Veränderung aufwärts geht und ich sie später nicht doch wieder bereue.
      Ich freue mich auch sehr, dass du ähnliches erlebt und so positiv davon erzählen kannst.
      Dankeschön <3

      Liebe Grüße,
      Alex

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  2. Manchmal muss man einfach noch mal ganz von vorne anfangen. Es tut einem ein wenig leid für die "verschwendete" Zeit und Arbeit, aber es muss sein. Danach fühlt man sich viel wohler mit seiner Arbeit und merkt auf einmal, wie die Dinge an ihren Platz fallen.

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    1. Liebe Christine,

      da hast du wohl wirklich recht. Ich hoffe auch, dass diese positiven Gefühle einsetzen, sobald ich mit der neuen Umsetzung fertig bin.
      Vielen lieben Dank. :)

      Liebe Grüße,
      Alex

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