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{ ROM - PART 2 }

Montag, 11. Juli 2016 | / |
Ciao belli,

heute geht es weiter mit Tag 3 & 4 meines Reisetagebuches mit Fotos aus Rom.
     Anbei findet ihr auch noch ein paar Tipps die sicher ganz interessant sind, wenn ihr das erste Mal nach Rom fahrt und nicht wisst was euch erwartet.


Tag 3

Für den Dienstag planten wir den Vatikan ein. Es war unglaublich, vor allem da wir uns für den Besuch entsprechend angezogen hatten (lange Hose um die Knie zu bedecken und ausreichend abdeckendes T-Shirt für die Schultern) und die Schlangen bereits total lang. Wenn man sowohl den Petersdom als auch das vatikanische Museum besuchen will (beides in ein absolut muss), muss man leider einmal für den Petersdom anstehen und anschließend noch einmal für das vatikanische Museum. In beide Schlangen kann man gut und gerne schonmal für 2-3 Stunden anstehen, wenn man nicht gerade im Frühling oder Winter dorthin fährt, weshalb wir uns dafür entschieden eine deutsche Tour für 40€ zu buchen, da wir mit dieser die Schlangen umgehen konnten und direkt von der Sixtinischen Kapelle durch den Gruppeneingang in den Petersdom gehen konnten.
     Die Gruppengröße der Tour war für bis zu 15 Leute, aber wir hatten Glück und lediglich ein weiteres Paar nahm an der Führung teil.
     Mit unserem wirklich netten italienischen Reiseführer, der sogar super Deutsch sprach und kaum einen Akzent aufwies ging es dann an der Schlange vorbei in das vatikanische Museum.
Es waren Unmengen von Menschen dort und der Komplex ist riesig, weshalb wir nur durch einige Teile geführt wurden. Dennoch ist das vatikanische Museum einfach ein Muss. Ob mit oder ohne Führung. (Ich zahle lieber 20€ mehr für eine Führung und kann dann direkt zum Petersdom durchgehen).

Deckenbemalung im vatikanischen Museum
Wir endeten schließlich in der atemberaubenden Sixtinischen Kapelle, wo natürlich keine Fotos geschossen werden durften (und auch nicht geredet werden sollte). Von dort aus ging es dann weiter zum Ausgang durch dem wir direkt in den Petersdom gelangen. Die Größe ist überwältigend und es ist gewiss, das eine solche Architektur und Kunst heute niemand mehr nachmachen kann.
     Unser Führer wies uns vorher noch darauf hin, dass der Petersdom von Innen recht klein wirkt, weil alles in der Kirche überdimensional groß ist, was ich bestätigen kann. Der Baldachin im Zentrum direkt unter der Kuppel ist ganze 29 Meter hoch, also etwa so groß wie ein 8 stöckiges Wohnhaus und dennoch. Wenn man davor steht wirkt es vielleicht wie 10 Meter.

Petersdom
Auf dem Petersplatz wurden bereits etliche Stuhlreihen für die Audienz des Papstes am nächsten Tag aufgestellt, was dem Anblick ein wenig störte, aber dennoch ist es ein wunderbarer Platz.


Auf dem Petersplatz
Petersdom
Vom Petersdom aus gingen wir zur nahegelegenen Engelsburg (Castel Sant’Angelo), in der wir vergünstigten Eintritt (5€ statt 10.50€) durch unseren Roma Pass erhielten. Dort waren weniger Menschen und man konnte in Ruhe durch die riesige Burg laufen und sie erkunden. Ein Besuch lohnt sich, vor allem wenn man sich nicht an die lange Schlange für den Aufstieg zur Petersdomkuppel (der übrigens auch nochmal 6-8€ kostet) anstellen möchte. 
     Vom Dach der Engelsburg hat man nämlich einen rundum Blick über die Stadt und auch auf den Petersdom. Hier oben befindet sich auch die bekannte Statue des Erzengels Michael. 

Engelsburg 
Architektur in der Engelsburg
Erzengel Michael in der Engelsburg
Extrem fotogene Möwe
Ausicht von der Engelsburg auf den Petersdom
Statue des Erzengels Michael

Tag 4

Den letzten Tag konnten wir aufgrund unserer guten Abflugszeit noch nutzen, um uns auf der linken Tiberseite das Trastevere Gebiet anzuschauen. Hier reihen sich kleine süße romantische Straßen aneinander und leckere Restaurants. Es lohnt sich ein wenig durch die Gassen zu bummeln und in einem der Restaurants zu essen und die Zeit dort einfach zu genießen, vor allem wenn es so heiß ist, wie es bei uns am letzten Tag war.
Auf dem Weg dorthin kamen wir sogar noch am Theater Des Marcellus und dem Kapitol vorbei, was wir am Montag aufgrund des Regens übersprungen hatten. 




Das Kapitol
Theater Des Marcellus
Gasse in Trastevere 
Noch eine kleine Anmerkung zum Thema Verkehr, Autos & Straßenüberquerung.
Schon wenige Minuten nachdem wir in Rom angekommen war stellten wir fest, dass wir nirgends ein Auto sehen konnten, dass nicht voller Kratzer und Beulen war. Außerdem gibt es sowas wie Sicherheitsabstand beim Parken nicht, weshalb jedes zweite Auto komplett zugeparkt war. Damit bekommt man sehr schnell die Antwort auf die Frage, wo die ganzen Beulen herkommen. 
     Außerdem scheint es auch keinerlei Parkregelungen zu geben. Es wird in Kurven geparkt, auf dem Mittelstreifen, auf Zebrastreifen, Fußgängerüberwegen, Inseln und einfach überall. Ich glaube wir haben jede Situation gesehen und oft stand sogar Polizei in der Nähe aber der schien das egal. 
     Genauso rücksichtslos wie die Autos parken, fahren sie jedoch auch. Es gibt viele Zebrastreifen (sogar mit dem gleichen Schild wie wir in Deutschland haben) aber es hat keinerlei Bedeutung. Wenn ihr euch an einen Zebrastreifen stellt oder an eine Ampel…die Autos werden einfach fahren. 
Wir standen sogar einmal an einer grünen Ampel. Die Autos hatten rot und wir zögerten nur eine Sekunde ob wir die Straße überqueren und schon fuhren die Autos über ROT los, während wir an der grünen Ampel standen. 
     In Rom gilt das Gesetz, lauf einfach über die Straße oder du kommst nicht rüber. Wenn ihr eine manchmal sogar vierspurige Straße überqueren wollt und weit und breit keine Ampel ist, dann halten die Autos nicht an. Ihr habt keine andere Wahl als einfach loszulaufen. Meistens halten die Autos dann an wenn ihr bereits auf der Straße steht. Manchmal haben wir aber auch den ein oder anderen Italiener gesehen, der recht sportlich durch die fahrenden Autos hindurchlaufen musste. 
     Wir haben uns das einfach loslaufen nicht getraut und immer gewartet bis irgendein Italiener vorbeikam und einfach rüberlief und wir sind dann hinterher. 
Am letzten Tag standen wir an einer roten Ampel. Neben uns ein Polizist der an der Kreuzung irgendwas machte. Nachdem wir etwa eine Minute die rote Ampel anstarrten kam er zu uns und gab uns die Geste, dass wir doch bitte einfach gehen sollten. Das war ziemlich schockierend aber es scheint dort einfach der Alltag zu sein. 

Glücklicherweise haben wir es aber sicher nach Hause geschafft. :-D

Liebe Grüße, 
Alex

Kommentare:

  1. Nach Rom möchte ich schon seit Jahren! Ehrlich gesagt, seit ich Illuminati gelesen habe... Haha.. ^.^
    Wir haben solche Städtetrips in den letzten Jahren "leider" am Oster- oder Pfingstwochenende gemacht und beide erschienen uns gerade für Rom nicht die richtige Zeit. Ich muss das mal "außerhalb der Saison" nachholen.
    In Italien weiß man halt auch auf jeden Fall: es gibt gutes Essen! ;)

    Genau das mit dem Wetter haben die uns überall erzählt. Egal wo wir hinkamen mussten wir uns anhören "Letzte Woche hat traumhaftes Wetter geherrscht!". ;) Letztlich hatten wir dann ja noch Glück. Die Klippen tun mir bis heute weh/leid, aber ansonsten war es Glück im Unglück.

    Der Pub ist notiert! Wenn ich noch mal nach Dublin komme, brauche ich echt etwas bessere live Musik... ;) Bin einfach ein Fan von Singer/Songwriter Zeug und dachte eigentlich es wäre einfacher was in der Richtung zu finden. Na ja, bei der Masse an Pubs und Musik war ich dann doch überrascht.

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  2. Oh ja an einem Pfingst- oder Osterwochenende sollte man besser nicht nach Rom. Es war ja so schon recht voll überall.

    Aber ja das Essen dort ist einfach großartig.

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